Verband Österreichischer Stuckateur- & Trockenbauunternehmungen

Audioversum Innsbruck

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Audioversum Innsbruck

 

Hörerlebniswelt in Gipskarton

Im lange Zeit leerstehenden „Haus der Sinne“ in Innsbruck entstand mit dem Audioversum ein High-Tech Museum des Hörens. Gestaltet als virtuelle Reise durch das Ohr stellte die Innenraumgestaltung höchste Anforderungen an den Trockenbau. Bewältigt wurden diese mit dem Produktportfolio von RIGIPS Austria. 
 

 „Knapp 5.000 Quadratmeter Gipskarton Bauplatten, 500 Quadratmeter Lochplatten und ebenso viele biegsame RIGIPS Riflex Platten – dazu noch die entsprechende Anzahl Profile und jede Menge Spachtelmasse – waren notwendig, um die neue Hörerlebniswelt im Innsbrucker Haus der Sinne Realität werden zu lassen“, berichtet Lukas Schiechtl, Bauleiter beim ausführenden Bauunternehmen Hoch-Tief-Bau Imst aus Arzl im Pitztal. Das Audioversum ist eine nicht nur in Österreich, sondern europaweit einzigartige, interaktive Ausstellung rund um das Thema Hören. Installationen und Exponate, realisiert vom Pionier implantierbarer Hörlosungen Med El in Kooperation mit der Ars Electonica, schaffen unterschiedlichste Hörerlebnisse. Auf über 1.000 Quadratmetern Ausstellungsfläche wird den Besuchern demonstriert, wie das menschliche Gehör funktioniert. Auf spielerische Weise wird Alt und Jung die Bedeutung guten Hörens für die das soziale Miteinander verdeutlicht. In 13 unterschiedlichen Stationen werden sie im Rahmen von Experimenten oder Workshops zum Mitmachen, Mithören, Verstehen und Staunen eingeladen.

Neben dem Ausstellungsbereich selbst bietet der integrierte Shop ein breites Angebot an Lernspielen, Bausätzen sowie Bücher, CDs und DVDs. In der angeschlossenen CaféBar mit 50 Sitzplätzen und Gastgarten können die Besucher das Erlebte Revue passieren lassen. Für eine angenehme Atmospähre sorgt neben Kaffee und Kuchen auch die abgehängte Decke aus RIGIPS Gipskarton Lochplatten, die selbst dann, wenn sie nach dem Ausstellungsbesuche von Schulklassen gestürmt  werden sollte, immer noch für eine gedämpfte Raumakustik sorgen. 

Anspruchsvolle Ausstellungsarchitektur 

Durch die Adaptierung des straßenseitigen Bestandes und einen Neubau im Innenhof des leerstehenden Haus der Sinne wurden die notwendigen räumlichen Voraussetzungen für das Hörmuseum geschaffen. Das Gehör bzw. das menschliche Ohr stehen bei der Ausstellungsarchitektur im Mittelpunkt. Daran orientiert sich auch die Raumgestaltung. Nicht nur die Ausstellungsarchitektur selbst, auch die einzelnen Raumzellen und Nischen wachsen aus der Landschaft des Audioversums heraus. Eine indirekte Beleuchtung erstreckt sich entlang der Wandflächen durch die gesamte Ausstellung. Durch die Verwendung von dezenten Farben, verlaufend von grau bis weiß, präsentieren sich der Raum bzw. die einzelnen raumbildenden Objekteinbauten als neutraler, bespielbarer Hintergrund. Dadurch können einzelne Objekte mit Lichtinstallationen in Szene gesetzt und zusammengehörige Ausstellungsbereiche durch gleiche Farbgebung optisch miteinander verbunden werden. Gleichzeitig werden bereits lichtintensive Installationen nicht in ihrer Wirkung gestört.    

Maßarbeit 

Um die organischen Formen des menschlichen Ohres nachempfinden zu können, wurden die freien Formen in der Ausstellung in Trockenbauweise mit gebogenen Gipskartonständerwänden nachgebildet. Dabei führen frei hängende sowie kegelförmig in den Raum gestellte Wände, samt in Trockenbauweise errichteter Sitzbänke, durch die Ausstellung und gliedern den großen Raum in intime Zonen mit unterschiedlichen thematischen Schwerpunkten. Um einmalige Klangerlebnisse zu erzielen, müssen alle Trockenbauelemente dabei auch höchste akustische Anforderungen erfüllen. Durch den Einsatz des weichen und organischen Materials Filz wird die Akustik optimiert. Zudem korrespondiert die Topografie des Hörorgans und der Hörwahrnehmung durch den Wechsel von harten und weichen Materialien inhaltlich und gestalterisch mit der Ausstellungsarchitektur. „Die anspruchsvolle Gestaltung der Ausstellungsbereiche verlangte sowohl von den Planern als auch von den Ausführenden ein Höchstmaß an Präzision und Genauigkeit“, beschreibt Architekt Dipl.-Ing. Christoph Neier die spezifischen Herausforderungen des Projekts. „Für den Trockenbau am anspruchsvollsten in der Umsetzung erwiesen sich die vielen gekrümmten Flächen mit runden Fensteröffnungen“, wie Schiechtl abschließend resümiert. Gerade für diesen besonderen Anwendungsbereich mit seinen spezifischen Anforderungen stellten die RIGIPS Riflex Platten das ideale Produkt dar. Dank verbessertem Gefügezusammenhalt sind die Platten besonders flexibel und extrem biegsam und ermöglichen die wirtschaftliche Herstellung von konkav oder konvex gewölbten Flächen mit einem einwandfreiem Oberflächenbild.      

 

Projekt: Hörmuseum Audioversum, Innsbruck

Bauherr: Audioversum, Innsbruck

Architekt: Baubüro – DI Christoph Neier, Rum

RIGIPS Fachberater: Günther Plattner