Verband Österreichischer Stuckateur- & Trockenbauunternehmungen

Neubau Anton Bruckner Privatuniversität

 

Nach gut vierjähriger Bauzeit ist der Neubau der Anton Bruckner Privatuniversität auf den Hagengründen am Fuße des Pöstlingbergs bezugsfertig. Entstanden sei ein "Resonanzkörper der Kunst", so Rektorin Ursula Bandstätter. Brandschutz und Akustik waren nicht nur für den Trockenbau wichtige Themen. 

Erstmals wird die Privatuni, die sich zu 100 Prozent in Besitz des Landes Oberösterreich befindet, ihre drei Sparten für Musik, Tanz und Schauspiel unter einem Dach vereinen. Bisher waren sie über mehrere Standorte in Linz verteilt. Auf den Gründen des ehemaligen Schlosses Hagen in Urfahr wurde nun die aus allen Nähten platzende Anton Bruckner Privatuniversität neu gebaut.. Das neue Gebäude der Anton-Bruckner-Privatuniversität soll von innen und außen als neues Haus der Musik erkennbar sein. In einem einstufigen offenen Architektenwettbewerb ist der Neubau im Juli 2008 ausgeschrieben worden. Aus 48 Einreichungen gingen dabei das Linzer Architekturbüro 1 (DI Matthias Seyfert, DI Dietmar Moser und DIin Susanne Seyfert) als Sieger hervor. Architekt DI Dietmar Moser sieht als architektonische Highlights die musische Geste des Baukörpers, die Lamellenfassade, die geschwungenen lichtdurchfluteten Lufträume im Inneren, die Freitreppe und die gewellte Wandverkleidung der Säle. Moser über den Entwurf des Architekturbüro 1: „Unser Ziel war ein Gebäude, dem man seine musische Nutzung ansieht. Wie eine Skulptur oder ein Klangkörper liegt der geschwungene, organisch geformte Baukörper im Park.“

Akustik ein Thema

Das Gebäude verfügt über rund 100 Unterrichts- und Vortragsräume für 850 Studierende und 220 Lehrende sowie sechs Ensemblezimmer und zehn Unterrichtssäle für die Bereiche Schauspiel, Tanz und Elementare Musikpädagogik. Ein besonderes Augenmerk wurde auf die Raumakustik der Unterrichtszimmer gelegt, die durch einen speziellen Vorhang und dahinter angebrachte Holzakustikpaneele individuell auf die verschiedenen Musikinstrumente angepasst werden kann. Moser über das Thema Akustik an der Bruckner Uni: „Akustik spielte von Anfang an für uns eine sehr große Rolle. Durch die geschwungenen Formen  finden sich im gesamten Gebäude kaum orthogonale Räume, was ein großer akustischer Vorteil ist, da störende Flatterechos vermieden werden.“ 

Diamantharter Trockenbau

Auch für den verantwortlichen Trockenbauleiter Albert Hofreiter von der Martin Hofreiter GmbH war das Thema Akustik sehr wichtig. So wurden vom oberösterreichischen Trockenbauunternehmen Vorsatzschalen mit Entkoppelungsschwingbügeln je nach den Frequenzberechnungen ein- oder zweilagig mit Knauf Diamant, Hartgipsplatten mit einem Spezialgipskern und mit hochwertiger Kartonummantelung, beplankt. Im Schnitt acht Trockenbauer realisierten schräge und runde Wände. Sie realisierten Raum für Raum, inklusive Tonstudios und Veranstaltungssäle. Die Knauf Diamant war immer dabei, so wie im realisierten Linzer Stadttheater.  Hofreiter meint über das Projekt: „ Die Arbeitsvorbereitung war sehr aufwendig, doch mit Hilfe der ÖBA war dies sehr gut umzusetzen, der Ablauf hat sehr gut funktioniert. Architektonisch ist die Bruckner Uni sehr gut gelungen. Der Aufbau war sehr aufwendig und komplex.“ So mussten beispielsweise alle Wanddurchführungen aufgrund des geforderten Brandschutzes gleitend ausgeführt werden.

Lichtdurchflutete Raumfolgen

Ein viergeschossiger Luftraum, von den Architekten „Fluss“ genannt, durchzieht den Grundriss des Gebäudes. Das lichtdurchflutete Foyer im Zentrum dient als zentrale Begegnungszone. Im Erdgeschoß gelangt man durch das Foyer auch in die vier Veranstaltungssäle und das Restaurant mit gastgarten. Inmitten des Gebäudes befindet sich über zwei Stockwerke verteilt die 800m² große Bibliothek. Für das vielseitige Veranstaltungsprogramm stehen im neuen Universitätsgebäude Säle für insgesamt 600 Besucher zur Verfügung. Der Vollbetrieb startete mit dem Wintersemester. Trotz des neuen großen Hauses werde die Anzahl der Studienplätze nicht erhöht, erklärte die Rektorin. Denn man wolle "Qualität nicht Quantität" bieten. Das Budget von rund 14 Millionen Euro im Jahr bleibe auch unverändert.

 

Bautafel 

Objekt: Anton Bruckner Privatuniversität ,Hagenstraße 57,4040 Linz


www.bruckneruni.at

Bauherr: Land OÖ

Planung: Architekturbüro 1 ZT GmbH, Bockgasse 4a, 
A-4020 Linz

www.architekturbuero1.com, Tel.:+43-(0)732-606085


Trockener Innenausbau: Martin Hofreiter GmbH , Selker 26, 4230 Pregarten

Tel: +43 –(0) 7236/20633

Knauf Fachberatung: Ferdinand Obernhuber

Tel: +43-(0)664 9652660

 

Dieser Bericht wurde dem VÖTB zur Verfügung gestellt von KNAUF GmbH,